Unser Archiv

Archive in privaten Händen und von Laien verwaltet, betrachtet der professionelle Archivar zu Recht mit Skepsis. Es heißt aber auch: "Die öffentliche Hand kann sich aus Personal- und Kostengründen nur noch um die Archivierung der wichtigsten Dokumente kümmern." Andererseits wären ohne die vielen ehrenamtlichen Betreuer/innen und Bearbeiter/innen die riesigen Archivbestände unseres Landes nicht zu sichten, von Schadstoffen zu befreien, ggf. zu digitalisieren und damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  

 

Historische Dokumente von unersetzlichem Wert gehören nicht in Mappen, Kartons, Schränke, Räume und Gebäude deren spezifische Voraussetzungen an Säurefreiheit, Ausdünstungen der Behältnisse, Schädlingsbefall und Klimabeschaffenheit nicht dem wissenschaftlichen Stand entsprechen!

 

Wir haben solche historisch einzigartigen Exponate auch nicht und würden sie bei Erlangung den zuständigen staatlichen Archiven zur sicheren Verwahrung übergeben!

 

Aber Kopien der Einzigartigkeiten, aufgeschriebene Anekdoten, Erzählungen aus dem Ortsgeschehen, Verzeichnisse, Lagepläne, alte Familienpapiere, Fotos, Versicherungsunterlagen, Kaufverträge, Briefe, Gebrauchsgegenstände früherer Jahre, alte Werkzeuge aus Handwerk, Landwirtschaft und Gewerbe usw.  - alles das, was uns und den uns Nachfolgenden offenbart, wie das Leben in Haus, Hof und Natur hier gestaltet und bewältigt wurde, das müssen und wollen wir für die interessierten Forscher und für eine ordentliche Übergabe an spätere Generationen sicher bewahren und pflegen!


 

Kein anderes Archiv fühlt sich dafür zuständig und wäre aus Kapazitätsgründen je in der Lage, all den ortsbezogenen  „Kleinkram“ -  wie er hin und wieder spöttisch genannt wird -  zu übernehmen, es sei denn, in unseren Mauern hätte es einen Prominenten aus Kultur, Politik, Sport oder Wissenschaft gegeben, dessen Nachlass von überregionaler Bedeutung wäre!

 

Nichts darf verloren gehen, und so rufen wir bei passenden Gelegenheiten unseren Mitbürgern immer wieder ins Gedächtnis, wenn z. B. Haushaltsauflösungen, Umzüge oder dergleichen geplant sind, keinesfalls wegzuwerfen was dem Sinn unserer Bewahrungskriterien entspricht.

 

Wie geht es wohl den Familienforschern, die nur den Geburts- und Todestag ihres Ahnen erfahren? Und wie geht es denen, die etwas vermittelt bekommen zu den Berufen, dem Alltagsleben, den Wohnstätten ihrer Vorfahren - vielleicht ein nie gesehenes Foto oder ein eigenhändiges Schriftstück entdecken? Nur wer mit der Materie etwas anfangen kann, weiß, welche Gefühle sich dann für den genealogischen Forscher entwickeln und welchen hohen individuellen Wert das zutage Geförderte für sie oder ihn darstellt!

 

 

 

Unsere Archivalien dokumentieren zurzeit nur einen sehr kleinen und bescheidenen Umfang über unsere Heimatorte und ihre ehemaligen Bewohner. Bedeutende Dokumente in den staatlichen und kirchlichen Archiven sind schon vielfach digitalisiert und über das Internet abrufbar. Wenn Sie Fragen zu unseren Unterlagen in Bezug auf bestimmte historische Gegebenheiten oder Personen haben, nehmen Sie gern Verbindung über die Kontaktseite zu uns auf. Wir helfen Ihnen so gut es geht weiter und laden Sie auch gern zu einem Besuch zu uns ein, wenn Sie den Eindruck gewinnen, dass eine Anreise zu uns bei Ihren Forschungen von Vorteil wäre.